Review: Cold – s/t (2021)

Cold aus Osnabrück reihen sich ein in die Riege vielver-sprechender  deutscher Garage -Bands. Nach einer in DIY-Manier veröffentlichten EP (disasters) wurde nun kürzlich die erste (selbstbetitelte) LP über Kidnap Music nachgeschoben. Kenner *innen des Labels sollte der Punk-Konsens damit schon mal klar sein. Das Quartett packt außerdem verhaltene Pop-Melodien dazu und gibt sich in Klangbild und Ästhetik unprätentiös düster.

Innerhalb von nur einem Tag live in der Mühle der Freundschaft in Bad Iburg eingezimmert, kommen die zehn Songs herrlich unbeschwert daher und liefern nicht zuletzt durch charmante Schrammeligkeit und packendes Uptempo eine angenehm dringliche Variante von Teen Spirit.

Cold punkten durch ihre authentische Lässigkeit und die clevere Strukturierung simpler Ideen. Der kommenden Hysterese-Scheibe nicht ganz unähnlich, fühlt man sich auch hier zwischen den Zeilen immer wieder an die Misfits, Ramones oder Hole erinnert. Wer in letzter Zeit z.B. an Bands wie Speedgirls, 24/7 Diva Heaven oder SEAX Gefallen gefunden hat, sollte sich Cold am besten gleich mal dick notieren.

Sehr coole Band! Dig it!

Anspieltipps: Heart Of Glue, Could It Be, Running In Circles

Cold im Stream:

Cold kann man nicht nur digital genießen, sondern sich auch auf LP zulegen. Für 17,90€ auf 180g schwerem Vinyl mit Inlay Card und Downloadcode.

VÖ: 16.04.2021 via Kidnap Music / Cargo Records

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.