Neat Stuff!

Das Musikjahr 2021 gibt weiter preis was letztes Jahr im Stillen getüftelt wurde: Weiterlesen

John Frusciante & Flea @ Dublab Radio!

Ich bin sicherlich nicht die einzige Person, die gespannt ist, welche Früchte die Rückkehr von John Frusciante zu den Chili Peppers tragen wird… Hab ich zwar berechtigte Zweifel ob da in Zukunft nochmal brauchbares Songmaterial abfällt, freu ich mich als Fan trotzdem enorm über die erneuerte Freundschaft und vor allem auf interessante Interviews mit der Band. Ein erstes (und besonderes) Gespräch ging vergangenen Samstag via Dublab Radio über den Äther. Den beiden Kumpels John und Flea beim reminiscen über Songs, die sie inspiriert haben, zuzuhören bringt mir Freude:

Schön, dass sich auch schon jmd. die Mühe gemacht hat, alle gespielten (und auf YT natürlich ausgeklammerten) Titel in eine Spotify-Playlist zu packen:

Der Liberated Tape Archive-Channel ist cool (XXXisql111)

Auf der Suche nach verwackelten Videoaufnahmen mit bescheidener Tonqualität von mehrheitlich verblichenen Nu-MetalActs??? You search no longer…  Der neue YouTube-Channel LIBERATED TAPE ARCHIVE ballert seit kurzem C.O.N.T.E.N.T am Fließband und ein Ende der Fahnenstange scheint noch lange nicht erreicht. Weiterlesen

VIVA LA 2000!

Den Jahresbeginn nutzen relevante Internetportale ja gerne zum reminiscen und erinnern an vergangene Großereignisse. Nun mag es hier im Blog mit der Relevanz nicht weit her und ich auch etwas spät dran sein… kein Grund aber sich nicht trotzdem intensivst mit Kram von vorvorgestern auseinanderzusetzen.

Es folgt eine große Rückschau auf das musikalische Jahr 2000 – 54 Platten im alphabetischen Schnelldurchlauf – viele Klassiker, vorzüglicher Käse und sicher auch der ein oder andere Geheimtipp. Für Lesefaule gibt es am Ende zudem eine Spotify-Playlist und eine Youtube-Playlist zum querchecken. (Welche wichtigen Platten wurden vergessen? Let me knowich lern gern dazu).

Weiterlesen

2019 Яückblick!

Wie schon im letzten Jahr komm ich auch dieses Jahr nicht umhin ein kleines Resümee zu ziehen – 2019 war einfach in jeglicher Hinsicht zu krass. Wie krass, wurde mir tatsächlich erst so richtig bewusst als ich die vergangenen Tage noch mal so durch meinen Kalender geblättert und das vergangene Jahr Revue hab passieren lassen. UnfassbaЯ was da los war… Angefangen bei 52Hertz, Cannahann, Paulinchen Brennt & Maffai über (sehr viele) Ups und (leider auch ein paar) Downs im privaten Bereich/Umfeld bis hin zu dem was so (an Mist) in der Weltgeschichte passiert ist: 2019 war unfassbaЯ. Hier eine kleine Auswahl an Sachen, an die ich mich gerne zurückerinnere – nach sechs Jahren Bloggerei (eieieieiei eiei ei) in sechs Punkten pro Kategorie und in loser Reihenfolge gelistet. Ab geht’s: Weiterlesen

MAJOR UPDATE!

Durchatmen… gleich wird es viel zu viel auf einmal, weil hier viel zu viel verpasst wurde aber viel zu viel passiert ist. Deshalb hier die absolute Vollbedienung um die mauen Blog-Wochen etwas wettzumachen. Vollgas: Weiterlesen

Review: Soul Coughing – Ruby Vroom (1994)

Wo genau mir das Cover dieser Scheibe zum ersten Mal begegnet ist, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Gewisse Synapsen hat die Front-Gestaltung von Ruby Vroom allerdings sofort bei mir getriggert und mich dann auch ziemlich flott zum reinhören bewegt. Halten tut das Debüt der in NYC gegründeten Soul Coughing dann glücklicher- weise auch genau das, was einem die Kombi aus Optik und dem Erscheinungsjahr 1994 verspricht.

Weiterlesen

PAULINCHEN BRENNT – Wie Salz!

artwork: Dominik Jureschko / catnäp

PAULINCHEN BRENNT und zwar nicht nur CDs sondern seit heute auch Wie Salz!  Die neue 7inch-Single beinhaltet zwei experimentelle neue Tracks zwischen Noise, Screamo, Post– und Math-Core. Veröffentlicht wurde über 30 Kilo Fieber Kilo Records und Different Records (Slovakai). Bereits 2016 im Labor/Leipzig zu großen Teilen live eingespielt sind beide Stücke nun auch ready für die Öffentlichkeit. Holst du dir natürlich!

. Weiterlesen

Review: Ferris MC – Glück Ohne Scherben (2015)!

glueck_ohne_scherben_cover

as found on ferris-mc.de

Als Aggro Berlin und Konsorten noch in den Kinderschuhen steckten, hörte der unange-fochtene Bad Boy des Deutschrap auf den Namen Ferris MC. Als Mitbegründer von F.A.B. fest in der Szene verankert, war er nach deren Split als Solokünstler eine der zentralen Figuren im Hype um die Hamburger Mongo Clikke. Neben unzählbaren Features (u.a. Afrob, Spezializtz, Eins Zwo, Such A Surge, Absolute Beginner, Samy Deluxe…) und geschickt ge- streuten Skandälchen, festigte sich sein Assi-Image vor allem durch seine erste EP Asimetrie.

Derart roughes hatte man bis dato in Hip-Hop-Deutschland noch nicht vernommen. Zumindest nicht aus dem Mainstream. War dieser Output von 1999 gleich ein absoluter Volltreffer, kann man selbiges von seinen Nachfolgern nicht sagen. Lässt man die Platten Fertich! (2001), Audiobiography (2003) und seine letzte, selbstbetitelte von 2004 nämlich noch einmal Revue passieren, entsteht ein mehr oder weniger zerfahrener Eindruck. Gelungene Hits wie Flash For Ferris MC oder Zur Erinnerung stehen im starken Kontrast zu poppig-schäbigen Drogenhymnen oder unsäglichen Pseudo-Crossover-Nummern. Unweigerlich zeichnen genannte Alben also das Bild eines Künstlers, der seinen Schaffensdrang nicht so recht in Szene zu setzen weiß. Das sollte sich 2006 ändern, als Sascha Reimann beschloss sein Alter-Ego Ferris MC zugunsten von Elektronik und Schauspiel an den Nagel zu hängen. Gerade letzteres Metier sollte ihm gut stehen. Seine Leistung in den Filmen Für Den Unbekannten Hund und 12 Meter Ohne Kopf überzeugte. Absolut.

Retrospektiv erscheint der nächste Schritt, der darauf folgen sollte, eigentlich schon fast als unumschiffbare Konsequenz. Denn wo wäre man mit einem gesunden Faible für Elektronik, Theatralik und überspitzter Selbstdarstellung besser aufgehoben als bei den Buds von Deichkind? Die bieten seinerzeit nicht nur genügend Spielraum um sich auszutoben, sondern befinden sich dank dem Überraschungshit Remmidemmi Anfang 2008 gerade noch im zweiten Frühling und haben darüber hinaus, nach dem Abgang von Malte Pittner und Buddy Inflagranti, vor allen Dingen dringenden Auffüll-Bedarf was das Lineup betrifft. In Zusammenarbeit gelingt der neuerstärkten Konstellation das vortreffliche Arbeit Nervt (2008), der okaye Befehl Von Ganz Unten (2015) sowie das dürftige Niveau Weshalb Warum (2015).

Feiert man derartig große Erfolge wie es Reimann mit Deichkind nunmehr seit Jahren tut, ist der Ego-Push gewissermaßen vorprogrammiert. Bonzenbrother und Reimemonster zu sein, ist plötzlich wieder lukrativ und spätestens nach dem Live-Comeback mit Stamm-DJ Stylewarz auf dem Splash 2013 ist klar: Ein neues Ferris MC – Album soll her.

ferris-mc-108~_v-img__16__9__l_-1dc0e8f74459dd04c91a0d45af4972b9069f1135

as found on www.br.de

Soweit die Theorie. Und was kann Glück Ohne Scherben, der Rücktritt vom Rücktritt nun? Nicht viel… Zwar kreischen die Kettensägen auf All Die Schönen Dingen auch heute noch, sind dabei aber bisweilen geschmeidig zart auf den Luftbahn-Schienen unterwegs. Will heißen: Viel Billo- Pop, wenig Hip-Hop.

Ist das an sich ja noch einigermaßen nachvollziehbar, stößt es bei mir auf blankes  Unverständnis, dass der gefürchtete Pseudo-Crossover eine gleich dreifache Renaissance erfährt.  Mal ist es der Eminem-Wannaba-Promi-Diss Roter Teppich, mal die bemühte Otto-Waalkes-Flachwitz-Aufbereitung Monstertruck oder aber, in besonders lächerlicher Art und Weise, die Erhobene-Zeigefinger-Pose gen Rap-Nachwuchs (Kill Kill Kill), die einen Bauklötze staunen lassen. Im Feature bei letzterem übrigens Eko Fresh, der das Teil aber auch nicht mehr zu retten vermag. Gerade die Beiden können das bekanntlicherweise besser…

Apropos besser: Die Katzen/Kater – Thematik gab es mit Doppelkopf 1999 auch schon in gut. Mein Raumschiff legt derweil ne satte Bruchlandung hin und die Las Vegas-Zocker-Hymne Spieler bleibt so Plastik wie die Stadt selbst. Wenn Ferris dann gegen Ende der Platte Die Zahnfee mimt, fällt einem schließlich endgültig das sprichwörtliche Ei aus der Hose. Schrecklich:

Sollte es jemanden geben, der dieses Ungetüm von einem Comeback tatsächlich gewollt haben sollte, dem sei die Hook von Wenn Du Hast ans Herz gelegt: „Immer wenn du hast was du wolltest, ist es nicht mehr das was du wolltest.“ ‚Okay‘ sind lediglich Opener und Titeltrack. Doch selbst die sind verzichtbar.

Fazit : „Diese Geschichte hat [k]ein Happy End. Was bleibt sind Scherben ohne Glück. Fast wie früher eigentlich. Schade, denn sympathisch ist der Charakterkopf (no pun intended) an sich ja eigentlich immernoch…

Anspieltips: Fensterlose Zeit, Glück Ohne Scherben

Glück Ohne Scherben im Stream:

Glück Ohne Scherben kann man hier in verschiedensten Ausführungen erstehen. Zeitgemäß wird für besonders Hartgesottene natürlich auch ein Boxset mit (*hust*) Bandana angeboten.

Released: 29.05.2015 via Warner Music

Caution: Die Besprechung dieser Platte ist Teil der coolen Superwoche zum Thema ‚Deutschrap-Comeback‘!

4 Player Co-Op!

SONY DSC

as found on: indieminded.com

Was hab ich Incubus geliebt… Was feier ich vor allem den cleveren Crossover deren erster Full-Length S.C.I.E.N.C.E. von ’99 noch heute ab… Was aber ist, zumindest aus meiner bescheidenen Sicht, bei den Jungs schon lange die Luft raus…

Richtig Schade! Und einer dieser Gründe mag sicherlich auch im Weggang von Gründungsmitglied und Original-Basser Alex Katunich aka Dirk Lance anno 2003 zu suchen sein, welcher zusammen mit Immernoch – Drummer Jose Pasillas II das unschlagbar funky versierte Rückrat der Band bildete.

Dass besagte Rhythmus-Sektion nach der gemeinsamen Zeit bei Incubus nochmals zusammenfand hab ich erst kürzlich bemerkt, als ich mich mal über den Verbleib des mittlerweile ansonsten musikalisch eher untätigen Katunich schlau machen wollte.

Schon fast drei Jahre ist diese Zusammenkunft nun her. Unterstützt wurde das Duo dabei spannenderweise nicht nur von Jurrasic 5DJ Nu Mark sondern außerdem von Slimkid3, meinem Lieblings – Pharcyde – MC.

Da kommt schon beim Namedropping dieses One – Song – Projekts 90s – Feeling auf, welches konsequenterweise komplettiert wird durch: Videospielthematik! Klar! Der Song Picture Perfect Fantasy wurde inspiriert vom gliederwerfenden Rayman (du weißt schon, dieser Plok! – Rip Off) und auch gleich für dessen Promo produziert und verwendet.

Und ab das Ding:

An eine Vinyl-Version des Songs zu kommen, kann man sich bei Limitiertheit auf läppische 100 Stck. wohl aus dem Kopf schlagen. Digital bekommt man den Track allerdings noch immer kostentlos über Ubisoft, die außerdem auch ein kleines Behind the Scenes zum Stück online haben!

Unterm Strich ganz nice! Würd ich ja gerne mehr von hören… allerdings ohne Saxophon! In diesem Zusammenhang auf das entspannte Kollabo-album von DJ Nu Mark und Slimkid3 zu verweisen ist außerdem nicht unsinnig!