Review: American Head Charge – Tango Umbrella (2016)

as found on: http://www.blabbermouth.net

Die Shoot-EP und auch das Konzert von vor anderthalb Jahren in Frankfurt ließen keine Zweifel aufkommen: Die nächste American Head Charge wird ein Monster! Es folgten Tourabsagen, unklare Besetzungsverhältnisse innerhalb der Band, zahlreiche Verschiebungen der zum großen Teil von Fans mitfinanzierten LP und ein absolut abschreckendes Artwork. Aber fuck: Die ersten Songs Let All The World Believe und Drowning Under Everything überzeugten allemal!

.

Nun ist Tango Umbrella exklusiv und vorab über Loudwire im Stream abrufbar und bedient von vorne bis hinten! Vorausgehende Ankündigungen der Band, die aktuelle Platte würde wie ein Mix aus The War Of Art (2001) und The Feeding (2004) klingen, bewahrheiten sich tatsächlich. Ich weiß, es fällt wirklich schwer sich darauf einzulassen, wenn man mit dermaßen whackem Bildmaterial konfrontiert wird, aber American Head Charge k.i.l.l.e.n.. Auch 2016 noch:

Erwähnte Mischung aus den beiden Erstlingswerken geht zwei zu eins zugunsten des von Rick Rubin produzierten Debuts. Das lässt sich nicht nur im anspruchsvollen Songwriting erkennen, das im Gitarrenfeld vordergründig Industrial – Metal – Stumpfheit vorgaukelt, von Seiten der Rhythmus – Fraktion aber ansprechend vertrackt untermauert wird und ein ums andere mal mit dem catchy Mike-Patton-Sound-A-Like-Organ von Sänger Cameron Heacock überzeugen kann. I’ve said it before and I say it again: Einer der besten seiner Zunft! Checkt mal das abschließende When The Time Is Never Right oder das Piano – getragene A King Among Men! Der Kerl hat seine Stimme im Griff!

Auch der starke Militärbezug in Albumtitel und Artwork sowie in der mal wieder ihresgleichen suchenden Samplearbeit schlägt die Brücke zu den Anfängen der Band. Ob es sich dabei allerdings in unserem Terror – verseuchten Alltag um einen marketingtechnisch schlauen Schachzug handelt, wird die Zukunft zeigen. Gerade wenn man, wie im Falle von A.H.C. zur Zeit der 9/11 – Anschläge, hinsichtlich besagten Konzepts schon einmal mächtig deplatziert wirkte und daraus resultierend massive Rückgänge der Plattenverkäufe hinnehmen musste. Aber wie heißt es da so schön in der Vorzeigenummer Perfectionist: I don’t do it for approval! Gut so!!

Releases aus dem Metal-Sektor, denen ich entgegenfiebere sind selten geworden. Releases aus dem Metal-Sektor, die mich überzeugen können noch seltener. Releases ohne Ausfall meiner Meinung nach heutzutage genreübergreifend absolute Mangelware. Tango Umbrella ist die Alternative, aus einem Guß und ansprechend produziert! Kann also schon nach wenigen Durchläufen einiges und auf lange Sicht gesehen womöglich noch mehr! ALL KILLER NO FILLER! HOLT! MAN! SICH!

Anspieltipps: Perfectionist, I Will Have My Day, Let All The World Believe

Tango Umbrella im Stream auf Loudwire:

a0496798865_10dfdf

Die geballte Industrial-Metal-Breitseite Tango Umbrella verteilt sich bei einer Spielzeit von etwas über 50 Minuten auf elf Tracks und kann auf CD bereits bei Napalm Records vorbestellt werden!

Released: 25.03.2016 via Napalm Records

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.