Review: Kolossus Däächt – Lipstick Love (2020)

artwork: Dominik Lippert

Alter Schwede! Die irgendwie in ganz Bayern verstreute aber in Regensburg ansässigen Kolossus Däächt ballern mit ihrer ersten full length Lipstick Love einen absoluten Volltreffer, der schon jetzt Anwärter auf eine der Scheiben des Jahres ist und meiner Einschätzung nach mal richtig steil gehen sollte. Wer auch nur im entferntesten der Meinung ist, Fan von Rock-Musik zu sein, findet in dieser Scheibe die größtmögliche Vollbedienung.

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Review: Kingswood – Juveniles (2020)

Kingswood aus Melbourne haben am Freitag mit Juveniles ihr drittes Studioalbum veröffentlicht und müssen auf ihren Reisen  durch ganz Großbritannien, den USA und Europa (wo die zwölf neuen Stücke laut Pressetext entstanden sind) allem Anschein nach arg viel Queens Of The Stone Age gehört haben, was sich nicht nur deutlich in der Rhythmus- und Gitarrenarbeit sondern auch in vielen Vocal-Lines zeigt, die so auch aus der Feder von Josh Homme hätten stammen können. Weiterlesen

Review: The Ocelots – Started To Wonder (2020)

Das irische Zwillingspaar The Ocelots aus Wexford hat sich seine Sporen seit 2016 auf den Straßen Europas sowie bei intimen Klein-konzerten verdient und sich innerhalb kürzester Zeit ins Vorprogramm von Größen wie Jack Johnson oder Glen Hansard gespielt. Mittlerweile sind sie rund um den Globus live zu sehen. Leiht man der kommenden Scheibe Started To Wonder sein Ohr, weiß man auch schnell warum es derzeit so gut für die Brüder läuft: Shit is real! Weiterlesen

Review: Pretty Lightning – Jangle Bowls (2020)

Artwork: Jake Blanchard

Pretty Lightning melden sich mit ihrem vierten Album zurück und laden erneut zum transzendentalen Schwofen ein. Wer The Rhythm Of Ooze von 2017 auf dem Schirm hat, weiß wie es um die Qualitäten des Saarbrückener Duos bestellt ist und findet mit dem vorliegenden Jangle Bowls eine nahtlose Fortführung des Vorgängers. Ergo steht auch diesmal wieder ausufernder Psychedelic– und Krautrock der unterhaltsamen Sorte auf der Tagesordnung. Weiterlesen

Review: L Twills – [Freedom/Fiction] (2020)

artwork: Daniel Möring & Suzanne Caroline

Experimentellen Pop wollen dieser Tage viele machen – L Twills aus Hamburg tut es. Ihr kürzlich veröffentlichtes Debütalbum [Freedom/Fiction] puzzelt Electronica, Noise, Trip-Hop und Spoken Word ins Pop-Korsett und ist damit irgendwo in der Nachbarschaft von Björk, Tricky, Massive Attack, FKA Twigs, oder Sóley zu Hause. Dementsprechend komplex fällt die stellenweise schwer verdauliche Scheibe aus, die deshalb aber nicht minder unterhaltsam ist.

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Review: Nesta And The Blondes – Come Inside (2020)

Nesta And The Blondes sind eine recht frische Band aus der Schweiz, die zunächst eigentlich gar keine sein wollte. In erster Linie versteht sich das Quintett nämlich als ein Verbund aus fünf Freunden, die sich zufällig beim Snowboarden getroffen haben und seitdem nicht mehr voneinander lassen können. Spontane Jam-Sessions in ihrer daraufhin gegründeten Kleinkommune haben dann auch schnell die Nichtmusiker der Clique dazu animiert ein Instrument in die Hand zu nehmen. Weiterlesen

Review: Florian Ostertag – Flo And The Machine (2020)

Flo And The Machine, die zweite full length des schwäbischen Singer/Songwriters Florian Ostertag ist mal wieder so ein Fall, bei der mir auf Grund der Ersteindrücke beinahe ein sehr schönes Album durch die Lappen gegangen wäre. So hat mich spontan weder das minimalistische Cover, noch der Albumtitel oder das eröffnende All About Me angesprochen, das genau die Art von Aufbruch-Road-Trip-Mucke bereithält, mit der ich persönlich nie so recht warm geworden bin. Weiterlesen