Review: N.W.77 / HCG / D.F.C. / Life In Grave – Play Fast Ride Easy [4-Way-Split-Tape] (2021)

Unerwartet hab ich kürzlich dieses Tape aus dem Briefkasten gefischt, dessen Cover (wie unschwer zu erkennen) von einem Crypt-Keeper auf einem Fahrrad geziert wird. Misfits-Tattoo und Streetpunk-Klamotten inklusive. Das schaut einerseits reichlich albern aus, lässt andererseits aber auch auf der Stelle ein wonniges Oldschool-Feeling aufkommen und unweigerlich an Anthrax, Body Count oder  Suicidal Tendencies denken. Folgerichtig ist das Tape randvoll mit Thrash- und Hardcore-Gebolze, das einen sofort zurück in die 80er wirft. Vier Bands aus Brasilien hat Seven Oaks Records in Zusammenarbeit mit Audio Epidemic Records für dieses Release zusammengetrommelt und das Paket Play Fast Ride Easy getauft. Weiterlesen

Review: ZAHN – s/t (2021)

Artwork: Fabian Bremer

Einmal mehr steht ein Treffer von CrazySane in den Startlöchern. Diesmal legt Label-Inhaber Chris Breuer selbst Hand (am Bass) an und hat nicht nur seinen Heads.- Kollegen Nic Stockmann am Schlagzeug, sondern auch Felix Gebhard an der Gitarre im Schlepptau. Letzterer ist wiederum aktuell auch Keyboarder bei Einstürzende Neubauten. Zusammen ist man nun das instrumentale Trio ZAHN, dessen selbstbetiteltes Debüt aufhorchen lässt.
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Review: Babylon Zoo – The Boy With The X-Ray Eyes (1996)

Heute widmen wir uns mal wieder einem Evergreen, den sicher nicht alle auf dem Schirm haben dürften. Und ja: Die Qualität dieses Albums zu verklickern, ist beim Anblick des Covers sicher kein leichter Job. Dass der Zahn der Zeit darüber hinaus auch gewaltig am Produktions-Value der Scheibe genagt hat, macht die Sache nicht unbedingt leichter. ABER: Das ausgefuchste Songwriting auf dem Babylon Zoo – Debüt spricht definitiv für sich und kann auch 2021 noch punkten. Weiterlesen

Neue Treats!

Hier mal wieder einige Perlen der letzten Wochen auf einen Schlag: Weiterlesen

Review: Zement – Rohstoff (2021)

Is this mine, is this yours? – Zement starten ihr drittes reguläres Album mit einem ausufernden Sprachsamplemantra, das sich einige Durchläufe gönnt. Soweit so Zement. Denn: Klangliche Repetition ist bei diesem Duo wie man weiß Programm. Ergo wird auch auf Rohstoff wiederholt und geschichtet was das Zeug hält. Dennoch: Meditativer und zwingender als hier klangen die Würzburger noch nie. Und: Auch in Sachen Produktion wurde an Qualität zugelegt. Weiterlesen

Review: Hot Knives – Making Love To Make Music To Make Love To [EP] (2021)

Geschlagene sechs Minuten lässt einen die neue Hot Knives-EP warten ehe die Vocals einsetzen und einem die Frage abgenommen wird, ob man diese Psych-Rock-Mische nun mag oder nicht. Für meinen Geschmack kassieren die New Yorker mit Making Love To Make Music To Make Love To ein klares YES für Hendrix– und Sabbath-Zitate bis zum Abwinken, ein verträgliches Maß an Jam-Atmo und die vernünftige Dosierung an Retro-Gimmicks. Weiterlesen

Review: Cold – s/t (2021)

Cold aus Osnabrück reihen sich ein in die Riege vielver-sprechender  deutscher Garage -Bands. Nach einer in DIY-Manier veröffentlichten EP (disasters) wurde nun kürzlich die erste (selbstbetitelte) LP über Kidnap Music nachgeschoben. Kenner *innen des Labels sollte der Punk-Konsens damit schon mal klar sein. Das Quartett packt außerdem verhaltene Pop-Melodien dazu und gibt sich in Klangbild und Ästhetik unprätentiös düster.

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Der Rap & Söhne ist cool (XXXisql115)


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F.I.N.A.L.L.Y! 
Nachdem die Doku Rap & Söhne (Teil des ehemaligen 3-Sat Formats Lost in Music) von 99 schon seit Jahren bruchstückhaft auf YouTube rumfliegt, gibt es nun endlich den kompletten Beitrag in voller Länge zu sehen. Sehr unterhaltsames Zeitdokument über die hiesige Rap-Szene zwischen cringe und wegweisend. Neben den Stieber Twins, Fanta 4, MC Rene, Fischmob, Fünf Sterne Deluxe, Eins Zwo, Doppelkopf, Spax, Freundeskreis & Massive Töne kommen beispielsweise auch die Crews von MZEE oder Four Music zu Wort.  Weiterlesen

Review: Hysterese – s/t (2021)

Auf den ersten Blick machen es einem Hysterese nicht leicht. Der Vierer gibt sich mysteriös. So trägt auch Album Nr.4 lediglich den  Bandnamen, wird man nicht wirklich fündig, welcher Stadt die deutsche Combo entsprungen ist und Social Media gibt es schon gleich gar nicht – nur bandcamp und eine ganz rudimentär eingerichtete homepage. Gänzlich anders verhält es sich mit den ersten Minuten der neuen Scheibe, die einem den Zugang wiederum sehr einfach machen. Weiterlesen

Neat Stuff!

Das Musikjahr 2021 gibt weiter preis was letztes Jahr im Stillen getüftelt wurde: Weiterlesen